Publication: Stefan Zweig’ın Eserlerinde Yahudi Kimlik Bilincinin Uyanışı
Abstract
Stefan Zweig 1881 yılında Viyana'da varlıklı bir Yahudi ailenin ikinci oğlu olarak dünyaya gelir. Maddî sıkıntıları olmaksızın "İstikrarın Altın Çağı" olarak adlandırılan bir dönemde yaşar. Zweig bu zamanı geriye dönük olarak gururla, edebiyat, müzik, tiyatro, opera ve yaşam tarzı vd. gibi alanlarda kültürleşmenin zamanı olarak tasvir eder. Avrupa için ekonomi ve endüstrinin yükselişte olduğu, huzurlu bir dönem söz konusudur. Ancak sadece Birinci Dünya Savaşı'na kadar etkisini devam ettiren yaşama yönelik bu olumlu tablo, gerçekleri tam olarak yansıtmaz. Birinci Dünya Savaşı ve ardından yaklaşan yeni felaketler toplum içinde ciddi gerilim ve krizlere neden olur. Bu dönemi idealize etme eğilimini gösteren Zweig, burjuva sınıfına mensup birçok Yahudi aile gibi bu olumlu düşüncelerinin kurbanı olur. Asimile olmuş burjuva sınıfı, sosyal ve nasyonal gerilimlerin farkına varmaz ve kimi zaman kayıtsız kalır. Stefan Zweig bu yönüyle, mensubu olduğu burjuva sınıfının tipik bir temsilcisi olma niteliğini taşır. Kendisi de o dönemlerde kültürel hayatın ne denli ön planda olduğunu ve buna mukabil siyasetin ne denli göz ardı edildiğini vurgular. Çalışmanın amacı yazarın biyografisi, mektuplar ve eserler örneğinde Stefan Zweig'ın Yahudilik ile ilişkisini ortaya koymaktır. Avrupa'yı sarsan faşizm ve buna bağlı olarak gelişen siyasî olaylar göz önünde tutularak, yazarın zaman içerisinde kendi Yahudi kimliğine yönelik bakışının ve anlayışının değişmesi ve siyasî olayların bu değişime etkisi irdelenecektir. Son olarak var olan politik ve toplumsal düzende meydana gelen radikal değişimlerin, insanın kendi kimlik anlayışında da radikal değişimlere neden olabileceği Zweig örneğinde ortaya konulacaktır
Zusammenfassung: Stefan Zweig wurde 1881 im weltoffenen Wien, als zweiter Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Er wuchs in einem “Goldenen Zeitalter der Sicherheit”, ohne Geldsorgen auf. Zweig beschreibt diese Zeit rückblickend stolz, als eine Zeit der Kultivierung im Hinblick auf Literatur, Musik, Theater, Oper und des Lebensstils. Eine friedliche Zeit in Europa, die vom allgemeinen Aufschwung in Handel und Industrie geprägt war. Dieses optimistische Bild entsprach aber nicht ganz der Wirklichkeit, da dieses Lebensgefühl nur bis zum Ersten Weltkrieg in Europa andauerte. Der Erste Weltkrieg und die sich anbahnende Katastrophe führten in der Gesellschaft zu deutlich spürbaren Spannungen und Krisen. Zweig selber, der diese Zeit zu idealisieren neigte, war wie viele Juden aus der groβbürgerlichen Schicht das Opfer seines Wunschdenkens. Die assimilierte Oberschicht hatte kein Gespür für die sozialen und nationalen Spannungen und blieb völlig blind. Stefan Zweig war in dieser Hinsicht ein typischer Vertreter seiner Schicht und betont selber wie sehr das kulturelle Leben im Vordergrund stand und wie wenig das politische berücksichtigt wurde. Ziel dieses Beitrags soll es sein, anhand der Biographie, der Briefe und ausgewählter Werke, Zweigs Bezug zum Judentum zu veranschaulichen. Berücksichtigt werden dabei vor allem die politischen Ereignisse zur Zeit des Faschismus, die Europa in seinen Grundfesten erschütterten und zu einer sich allmählich verändernden Auffassung der jüdischen Identität des Autors führten. Ferner soll dieser Beitrag verdeutlichen, dass radikale Veränderungen der bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, auch zu radikalen Veränderungen in der eigenen Identitätsauffassung führen können. Infolgedessen soll dargestellt werden, wie diese Veränderung bei Zweig erfolgt. Schlüsselwörter: Stefan Zweig, Judentum, Identität, Europa, Faschismus
Zusammenfassung: Stefan Zweig wurde 1881 im weltoffenen Wien, als zweiter Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Er wuchs in einem “Goldenen Zeitalter der Sicherheit”, ohne Geldsorgen auf. Zweig beschreibt diese Zeit rückblickend stolz, als eine Zeit der Kultivierung im Hinblick auf Literatur, Musik, Theater, Oper und des Lebensstils. Eine friedliche Zeit in Europa, die vom allgemeinen Aufschwung in Handel und Industrie geprägt war. Dieses optimistische Bild entsprach aber nicht ganz der Wirklichkeit, da dieses Lebensgefühl nur bis zum Ersten Weltkrieg in Europa andauerte. Der Erste Weltkrieg und die sich anbahnende Katastrophe führten in der Gesellschaft zu deutlich spürbaren Spannungen und Krisen. Zweig selber, der diese Zeit zu idealisieren neigte, war wie viele Juden aus der groβbürgerlichen Schicht das Opfer seines Wunschdenkens. Die assimilierte Oberschicht hatte kein Gespür für die sozialen und nationalen Spannungen und blieb völlig blind. Stefan Zweig war in dieser Hinsicht ein typischer Vertreter seiner Schicht und betont selber wie sehr das kulturelle Leben im Vordergrund stand und wie wenig das politische berücksichtigt wurde. Ziel dieses Beitrags soll es sein, anhand der Biographie, der Briefe und ausgewählter Werke, Zweigs Bezug zum Judentum zu veranschaulichen. Berücksichtigt werden dabei vor allem die politischen Ereignisse zur Zeit des Faschismus, die Europa in seinen Grundfesten erschütterten und zu einer sich allmählich verändernden Auffassung der jüdischen Identität des Autors führten. Ferner soll dieser Beitrag verdeutlichen, dass radikale Veränderungen der bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, auch zu radikalen Veränderungen in der eigenen Identitätsauffassung führen können. Infolgedessen soll dargestellt werden, wie diese Veränderung bei Zweig erfolgt. Schlüsselwörter: Stefan Zweig, Judentum, Identität, Europa, Faschismus
