Publication: Lykia Bölgesi’nde roma vatandaşlık hakkı verme politikası (Principatus’un başlangıcından m.s. 212’ye kadar)
Abstract
Komşu Pamphylia Bölgesi ile karşılaştırıldığında az sayıda İtalik yerleşimcinin bulunduğu Lykia’da Roma vatandaş ismi taşıyan kişilerin çoğu Roma vatandaşlık hakkını sonradan elde etmiş yerel Lykialılardır. Roma vatandaş sayısı bakımından Lykia kentleri arasında Patara, Ksanthos ve Kadyanda ilk sırayı almaktadır. Boubon, Balboura ve Oinoanda gibi kentlerden çok fazla epigrafik belge ele geçmediği halde bu kentlerden pek çok Roma vatandaşının tanınması dikkat çekicidir. Rhodiapolis ve Olympos kentlerindeki Roma vatandaşlarının sayısı ise Ksanthos vadisi kentleriyle karşılaştırıldığında oldukça sınırılıdır. Lydia, Karia ve Ionia’da Caius Iulius isimlerini taşıyan Roma vatandaşlarının sınırlı sayıda olması Augustus’un vatandaşlık hakkı verme konusunda tutucu davrandığını göstermektedir. Aynı durum Lykia için de geçerlidir. Lykia’daki Roma vatandaşları arasında Flavius gens ismini taşıyanlar sayısal bakımdan üçüncü grubu oluşturmaktadır. Ancak bunların Flavius adını hangi imparatorla bağlantılı olarak almış olduklarını söylemek her zaman mümkün olmamaktadır. Buna karşın Marcius adını taşıyan pek çok Lykialı’nın vatandaşlık hakkı Flaviuslar Dönemi valisi Sex. Marcius Priscus ile bağlantılı olmalıdır. Hellen Doğusu’ndan Ulpius adını taşıyan çok az sayıda Roma vatandaşı bilindiğinden Traianus’un vatandaşlık hakkı verme konusunda bu coğrafyada tutucu davranmış olduğu söylenebilir. Buna karşın Hadrianus’un gens ismi olan Aelius’u taşıyan Roma vatandaşlarının miktarı imparatorun bu konudaki cömert tutumunu ortaya koymaktadır. Roma gücü ve çıkarlarının eyaletlerdeki temsilcisi olan eyalet ileri gelenleri, Roma’ya karşı göstermiş oldukları sadakat ve bağlılığın karşılığı olarak Roma vatandaşlığı ile ödüllendirilmişlerdir. Bu şekilde eyaletli seçkinlere Roma seçkinleri arasına girmenin ve önemli memuriyetleri üstlenmenin yolu açılmıştır.
ZUSAMMENFASSUNG Im Vergleich zu Pamphylien scheinen bisher nur wenige italische Familien aus Lykien bekannt zu sein. Beinahe jeder römische Bürger in Lykien gehört einer der einheimischen Familien an, welche ihr römisches Bürgerrecht erst in nachrepublikanischer Zeit erhalten haben. Hinsichtlich der römischen Bürgerzahl nehmen die Städte Patara, Xanthos und Kadyanda den ersten Platz unter den lykischen Städten ein. Obwohl nicht sehr viele epigraphische Funde aus den antiken Siedlungen Boubon, Balboura und Oinoanda erhalten sind, ist dennoch in den bis dato bekannten Inschriften der genannten Siedlungen zu beobachten, daß verhältnismäßig viele römische Bürger aus diesen Städten stammen, was auffällig ist. Die Zahl der römischen Bürger aber in Rhodiapolis und Olympos recht klein verglichen mit derjenigen in den Siedlungen des Tals von Xanthos. Aus der geringen Zahl von Bürgern in Lydien, Karien und Ionien, die den Namen Gaius Iulius tragen ist jedoch zu folgern, dass Augustus mit den Bürgerrechtsverleihungen vorsichtig umging. Gleiches gilt für Lykien in der augusteischen Zeit. Unter den römischen Bürgern Lykiens mit den Namen Tiberius Iulius kennen wir bislang keine Persönlichkeit, die ihr Bürgerrecht unmittelbar von Kaiser Tiberius bekam. Die Inschriften zeigen vielmehr, daß die Bürgerrechtspolitik zum ersten Mal unter den Kaisern Claudius und Nero als Bestandteil einer Romanisierungspolitik ihren Höhepunkt erreichte. Ein drittes in den Inschriften häufig anzutreffendes Gentilnomen ist Flavius. Hier wird ebenfalls nicht immer klar, unter welchem Kaiser aus der flavischen Dynastie die jeweilige Person mit dem Namen Flavius das Bürgerrecht bekam. Die Vorfahren der vielen Träger des Namens Marcius dürften jedoch dieses Bürgerrecht vom Statthalter Sex. Marcius Priscus in flavischer Zeit erlangt haben. Da lediglich wenige Bürger mit dem Namen Ulpius aus dem griechischen Osten bekannt sind, ist davon auszugehen, dass Kaiser Traian mit der Vergabe des römischen Bürgerrechtes nicht großzügig war. Dagegen bezeugen die Inschriften des 2. Jhs. n. Chr. das Gentilnomen Aelius häufig, was die Großzügigkeit Hadrians hinsichtlich der Bürgerrechtsverleihungen zeigt. Die Mitglieder der Honoratiorenschicht der Provinzen fungierten als Vermittler zwischen der römischen Macht und den Untertanen. Als Gegenleistung wurden sie mit dem römischen Bürgerrecht ausgezeichnet, wodurch sie Aufnahme in den Kreis des römischen Adels fanden und Zutritt zu den wichtigen Ämtern der römischen Staatsverwaltung erhielten.
ZUSAMMENFASSUNG Im Vergleich zu Pamphylien scheinen bisher nur wenige italische Familien aus Lykien bekannt zu sein. Beinahe jeder römische Bürger in Lykien gehört einer der einheimischen Familien an, welche ihr römisches Bürgerrecht erst in nachrepublikanischer Zeit erhalten haben. Hinsichtlich der römischen Bürgerzahl nehmen die Städte Patara, Xanthos und Kadyanda den ersten Platz unter den lykischen Städten ein. Obwohl nicht sehr viele epigraphische Funde aus den antiken Siedlungen Boubon, Balboura und Oinoanda erhalten sind, ist dennoch in den bis dato bekannten Inschriften der genannten Siedlungen zu beobachten, daß verhältnismäßig viele römische Bürger aus diesen Städten stammen, was auffällig ist. Die Zahl der römischen Bürger aber in Rhodiapolis und Olympos recht klein verglichen mit derjenigen in den Siedlungen des Tals von Xanthos. Aus der geringen Zahl von Bürgern in Lydien, Karien und Ionien, die den Namen Gaius Iulius tragen ist jedoch zu folgern, dass Augustus mit den Bürgerrechtsverleihungen vorsichtig umging. Gleiches gilt für Lykien in der augusteischen Zeit. Unter den römischen Bürgern Lykiens mit den Namen Tiberius Iulius kennen wir bislang keine Persönlichkeit, die ihr Bürgerrecht unmittelbar von Kaiser Tiberius bekam. Die Inschriften zeigen vielmehr, daß die Bürgerrechtspolitik zum ersten Mal unter den Kaisern Claudius und Nero als Bestandteil einer Romanisierungspolitik ihren Höhepunkt erreichte. Ein drittes in den Inschriften häufig anzutreffendes Gentilnomen ist Flavius. Hier wird ebenfalls nicht immer klar, unter welchem Kaiser aus der flavischen Dynastie die jeweilige Person mit dem Namen Flavius das Bürgerrecht bekam. Die Vorfahren der vielen Träger des Namens Marcius dürften jedoch dieses Bürgerrecht vom Statthalter Sex. Marcius Priscus in flavischer Zeit erlangt haben. Da lediglich wenige Bürger mit dem Namen Ulpius aus dem griechischen Osten bekannt sind, ist davon auszugehen, dass Kaiser Traian mit der Vergabe des römischen Bürgerrechtes nicht großzügig war. Dagegen bezeugen die Inschriften des 2. Jhs. n. Chr. das Gentilnomen Aelius häufig, was die Großzügigkeit Hadrians hinsichtlich der Bürgerrechtsverleihungen zeigt. Die Mitglieder der Honoratiorenschicht der Provinzen fungierten als Vermittler zwischen der römischen Macht und den Untertanen. Als Gegenleistung wurden sie mit dem römischen Bürgerrecht ausgezeichnet, wodurch sie Aufnahme in den Kreis des römischen Adels fanden und Zutritt zu den wichtigen Ämtern der römischen Staatsverwaltung erhielten.
